
eindringlinge (41°südwest), 25:23 min. + 4 mixe 21:19 min.
Sami Ala-eddin, Martin Reimann, 2009
eindringlinge ist ein field recordings Film aus Berlin Friedrichshain-Kreuzberg.
Mit einer Zufallskomposition wurde bestimmt, wie viele Einstellungen, wann, wo, wie lang und in welche Richtung gefilmt werden sollte.
Es gibt davon 4 Mixe, die nach unterschiedlichen Kriterien hergestellt wurden.
Die Komposition besteht aus einem Foto, das vom Fernsehturm am Alexanderplatz aus in Richtung
41° südwest aufgenommen wurde.
Wir sind im Arbeitsprozess in eine Stadtstruktur, die Kartografie einer Stadt, eingedrungen. Wir verstehen die Videoaufnahme als einen Eingriff in ein Zeit-Raum Verhältnis. Durch den von uns gewählten Arbeitsprozess verweigern wir uns einer ideologischen, narrativen Erzählweise. Wir dringen in das Bild der Stadt ein und fangen an Dinge zu sehen, die wir vorher nicht sehen konnten oder wollten.
Die "Originalaufnahme", das audio-visuelle "field recording", ist ein Zeitdokument. Es zeigt uns Szenen in der vergangenen Zeit, die wir neu miteinander kombinieren (siehe Versionen), um etwas gegenwärtiges zu produzieren. Die "Originalaufnahme" lassen wir zersplittern, lassen sie sich in verschiedenen systematischen Schritten neu miteinander verknüpfen.
Die 4 Versionen stellen 4 weitere technische Schritte dar.
videoversionen (min:sec)
original (25:37).mp4
mix 1a (3:21).mp4
mix 1b (6:23).mp4
mix 2a (4:40).mp4
mix 2b (7:01).mp4
das original:
zur herstellung des original ergaben sich 5 fragen:
anzahl der einstellungen?
länge
der einstellungen?
ausrichtung der kamera
ort
zeit
die mixe:
2 versionen (4 mixe)
1. version: rhythmik durch wiederholen der samples
wenige (wieviele?) samples werden ausgewählt und mit der komposition angeordnet.
2. version: bild-ton verhältnis wird aufgelöst (bild wird vom ton getrennt und unabhängig voneinander
komponiert)
aus den 128 samples wird jeweils 1 als nächstes bestimmt.
bezüglich der länge der versionen ergeben sich folgende möglichkeiten:
eine vorher festgelegte gesamtlänge (1-16384 bilder) wird bestimmt
eine maximale gesamtzahl von samples (1-128) wird bestimmt
für jede version werden beide möglichkeiten zur bestimmung der länge des films angewendet, so dass insgesamt 4 mixe entstehen.
zur ermittlung der antworten werden neue pixelquadrate aus der komposition geschnitten.
außer dem audio-visuellen ergebnis entsteht ganz zwangsläufig auch reine hör ereignisse:
zb:
audio mix 2.a-n (4:40).mp3
audio mix 2.b-n (7:01).mp3
das arbeitsjournal:





Herstellung der Samples:










sonntag, 19. april 23h 42min 14s
231°
147s = 2min 27s

Sonntag, 19.04, 0h 47min 1s
59°
202s = 3min 22s

Dienstag, 14.04, 06h 38min 58s
240°
308s = 5min 8s

Sonntag, 19.04, 20h 21min 19s
239°
405s = 6min 45s

Sonntag, 19.04, 5h 36min 31s,
120°
469s = 7min 49s
![]()
![]()
![]()
![]()
alle rechte bei den urhebern